Requisiten zum Wenden

REQUISITEN ZUM WENDEN: Bindfaden wurden beim Wenden um die Warze gelegt | Zwiesel: Kleine Astgabeln, Wender legten sie zwischen Daumen und Zeigefinger und machten leichte Drehbewegungen damit, wĂ€hrend sie die WendesprĂŒche sprachen | Trogscherer: Beim Wenden eines Gerstenkorns drohte man ihm an, wenn es nicht vergehe, es mit dem Trogscherer wegzuscheren | Apfel: Auch mit einem halben Apfel konnte man Wenden, es durfte aber kein Kern durchgeschnitten sein. | Ei: Besonders die am GrĂŒndonnerstag gelegten Antlasseier eigneten sich.

WENDEZETTEL: Gegen Warzen: Mit Hufnagel um die Warze fahren, mit ihm drei Kreuze darĂŒber machen, so lange der Mond abnimmt, dann den Nagel in einen Birnbaum schlagen, dreimal das Kreuz machen. | Gegen Rotlauf: „Im Namen der allerheiligsten Dreifaltigkeit: N.N.Rothlauf und Rematisch steh, Rotlauf und Rematik steh, Rothlauf und Rematisch steh roth wie Jesu von Norden, Rothlauf roth weich hinweg von diesen Angesicht, Wie Jesus nach Egipten“ 3mal | Gegen Gicht oder Rotlauf: Mit Bildchen der Madonna aus Altötting und dem Vermerk: „Hat geholfen“: „Rothlauf steh Roth/ Rothlauf steh still/ Wie Jesus Christus beim Flusse Jordan wie ihm Johannes taufte still gestanden ist/ 3x Vater unser, kein Amen“ | Bruch heilen: Auch mit einem Trogscherer oder einem Antlassei gesprochen | Blutstillen: „GlĂŒckselige Wund, /glĂŒckselige Stund, /glĂŒckselig wieder /Tag wo Jesus Christus /geboren war. /Hilft gott Vater, got Sohn, /Tauf- und Zunamen“. Mit den kanst Blutstilen“

Herkunft: Leihgaben Irmgard Maier

Quelle: Sonderausstellung "Glaube? Aberglaube? – Volksfrömmigkeit" Quelle Zusatz: Kulturgut Hausruck (2014 und 2017)
Urheber: Foto: Fam. Keller, Geboltskirchen