Totenkrone

Totenkrone der Maurer- und Steinmetzenzunft, Wels (Leihgabe: Stadtmuseum Wels-Burg). Totenkronen waren aus Messing, Zinn, Rauschgold und Silberflitterwerk. Es war um die Mitte des 19. Jahrhunderts noch üblich, dass solche Kronen auf den Sarg gestellt und nach der Zeremonie wieder mitgenommen wurden. Dieser Brauch ist auch aus Haag am Hausruck bezeugt, wo es festgesetzte Leihgebühren für diese gab. Besonders Zünfte verwendeten sie. Eine der Deutungen der Totenkrone ist die eines Zeichens für ein christliches Leben, eine Art Tugendkrone. Im zweiten Paulusbrief steht: "Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone (Siegeskranz) des Lebens geben."

Quelle: Stadtmuseum Wels - Burg Quelle Zusatz: Sonderausstellung "Glaube? Aberglaube? – Volksfrömmigkeit" | Kulturgut Hausruck (2014 und 2017)
Urheber: Foto: Fam. Keller, Geboltskirchen