Bernhard von Polheim und Wartenburg, *1456 †13. Jänner 1504

Bernhard, Sohn des Weikhard von Polheim zu Wartenburg und seiner zweiten Frau Barbara von Traun, studierte in Wien und Padua, wurde dort zum Doctor iuris Canonici graduiert und auf ein Jahr zum Studienrektor bestellt. In Venedig wurde er vom Dogen zum Ritter des heiligen Markus geschlagen und zu einem Cive Veneto deklariert. 1481 wurde er als Rat an den Hof Friedrichs III. gerufen, 1493 übernahm ihn Maximilian I. Er wurde mit zahlreichen diplomatischen Missionen betraut und mit Ämtern und Pfründen überhäuft. Bernhard wurde Kanonikus in Passau, Pfarrer von Traunkirchen und Pfaffing sowie Vorsteher der beiden ungarischen Propsteien Stuhlweißenburg (1494) und Temesvar (1499). Ohne dass er die höheren Weihen empfangen hatte, bestätigte ihn Papst Alexander VI. im Jahre 1500 als Administrator des Bistums Wien. Als hochgeschätzter Diplomat starb er am 13. Jänner 1504 und wurde im Minoritenkloster zu Wels beigesetzt. Fotografie des Grabsteins, Stadtpfarrkirche Wels

Quelle: Stadtmuseum Wels - Burg Quelle Zusatz: Sonderausstellung "Maximilian I. Kaiser - Reformer - Mensch", 2019
Urheber: Foto: Verbund OÖ. Museen, 2019