Forum OÖ Geschichte

Der papiererne Arm

Zu Beginn der Besatzungszeit dürfen Zivilpersonen im Mai 1945 zunächst nur mit einem Passierschein der jeweiligen Besatzungsmacht ihren Wohnort und unmittelbare Umgebung verlassen. Dieser wird ab 20.11.1945 durch einen viersprachigen Identitätsausweis (Englisch, Französisch, Russisch und Deutsch) ersetzt und erlaubt bis 1955 das Überschreiten aller Demarkationslinien. In den ersten zwei Nachkriegsjahren ist es den Linzer WassersportlerInnen übrigens verboten, auf der Donau zu rudern oder zu paddeln. 1947 gelingt es der Stadtverwaltung Urfahr, eine Bewilligung bei der russischen Kommandantur zu erwirken: Österreichische StaatsbürgerInnen dürfen von nun an in Booten fahren, jedoch nicht die Donau queren.



Dokumentation zur Ausstellung GETEILTE STADT. Linz 1945-1955 im NORDICO. Stadtmuseum Linz vom 17. April bis 26. Oktober 2015.

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